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Private Altersvorsorge
Wer eine private Rentenvorsorge aufbauen möchte, hat die Wahl zwischen vielen verschiedenen Produkten: klassische Rentenversicherung, klassische und fondsgebundene Lebensversicherung sowie Riester Rente und Rürup-Vertrag. Sie helfen, den finanziellen Bedarf im Alter zu sichern, den die gesetzliche Rentenversicherung nicht deckt. Eine Altersvorsorge sollte vor allem im Alter ein sicheres Einkommen sichern. Doch gerade in der Leistungsgarantie gibt es zwischen den Policen und Gesellschaften erhebliche Unterschiede. Hier lohnt sich ein Versicherungsvergleich.
Die private Altersvorsorge ist notwendig, daran zweifelt niemand mehr. Wie viel im Alter fehlt, verdeutlich eine einfache Rechnung: Erwartungsgemäß benötigt ein Rentner 80 Prozent seines Nettogehalts, um seinen Lebensstandard zu halten, da viele laufende Ausgaben wegfallen, zum Beispiel für die private Altersvorsorge oder fürs Studium der Kinder.
Gerade junge Menschen können auf eine private Rentenversicherung nicht mehr verzichten. Sie haben eine große Rentenlücke, da das Bruttorentenniveau bis 2030 voraussichtlich sinkt. Daher erhalten sie voraussichtlich bei 45 Beitragsjahren etwa 40 Prozent ihres Bruttogehalts als Rente ausgezahlt. Ein 32-Jähriger Single mit einem Bruttoeinkommen von 3 500 Euro muss zu Beginn seiner Rente im Jahr 2042 mit einer Lücke von über 990 Euro rechnen - bei einer Jahresinflationsrate von 1,5 Prozent entspricht das der heutigen Kaufkraft von etwa 590 Euro.
Bei Verheiraten ist die Lücke kleiner, da ihnen vom Gehalt mehr netto bleibt. Zahlt er vier Prozent vom Bruttolohn in die Riester Rente ein, kann er bereits 718 Euro von der Lücke schließen – damit fehlen ihm noch 272 Euro. Die Riester Rente alleine reicht hier also nicht. Wer keine Betriebsrente nutzen kann, benötiget eine weitere private Altersvorsorge, zum Beispiel eine private Rentenversicherung oder eine Lebensversicherung.
Die private Rentenversicherung bietet eine zusätzliche Rente, die die letzten Rentenlücken schließen kann. Bei der privaten Versicherung kann der Kunde nicht nur die Höhe der Rente vereinbaren, sondern auch den Zeitpunkt, ab wann er sie bezieht. Hierbei gilt: Je höher die Rente ausfallen soll und je weniger Prämien er zahlt, um so hoher der finanzielle Aufwand. Darüber hinaus sind zudem eine Reihe persönlicher Risikofaktoren erheblich. - Bei privaten Versicherungen gilt stets eine Regel: Je wahrscheinlicher der Versicherungsfall ist, umso mehr muss der Kunde für die Leistung zahlen. Deshalb zahlen zum Beispiel Frauen und ältere Rentensparer mehr, als Männer und jüngere. Ebenso entscheidend ist der Gesundheitszustand des Kunden – einige Versicherer räumen Schwerkranken sogar günstigere Tarife ein.
Jedoch hat jede Gesellschaft einen eigenen Bewertungsmaßstab für persönliche Risiken. Deshalb sollten Versicherte stets verschiedene Rentenversicherungen vergleichen, um einen Tarif zu finden, der zu ihnen passt und ihnen eine gute Rendite sichert.















