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Private Krankenversicherung für Rentner
Mit dem Alter nehmen in der Regel die körperlichen Gebrechen zu; damit steigen unweigerlich die Krankheitskosten, die der Versicherte tragen muss. Rentner müssen nämlich ihre Krankenversicherungsbeiträge weiter zahlen. Hinzu kommen noch weitere Kosten: Der Familienschutz entfällt, so dass Ehepartner und Kinder auch bei geringem Einkommen eigene Beiträge leisten müssen. Für Rentner kommt es deshalb darauf an, einen möglichst günstigen Krankenschutz zu finden. Ansonsten vermindert der Krankenschutz die Rente erheblich.
Doch ein Arbeitsleben ist lang, und nicht jeder, der selbstständig ist, war es sein Leben lang. Ausschlaggebend für die Krankenversicherungspflicht ist die Dauer, die ein Rentner in der gesetzlichen Krankenkasse war. Wer mindestens 90 Prozent der zweiten Berufslebenshälfte in einer gesetzlichen Kasse Mitglied war ist automatisch in der gesetzlichen Krankenversicherung der Rentner versichert. Wer über 10 Prozent seiner aktiven Zeit einen privaten Krankenschutz hatte, kann sich freiwillig gesetzlich oder privat versichern.
Auch Rentner in der gesetzlichen Krankenkasse müssen den Krankenkassenbeitrag leisten, der auf ihre gesetzliche Rente berechnet wird: Sie zahlen von ihrer Rente den Arbeitnehmeranteil (7 Prozent); den Arbeitgeberanteil (7,9 Prozent) übernimmt die gesetzliche Rentenversicherung. Auf Einnahmen anderer Renten müssen sie den vollen Beitragssatz (14,9 Prozent) leisten, zum Beispiel für Betriebsrenten und Pensionen. Andere Einnahmen sind beitragsfrei, zum Beispiel Mieteinnahmen.
Auch freiwillig gesetzlich versicherte Rentner zahlen für den Krankenschutz, das sind nicht selten über 500 Euro im Monat. Freiwillig Versicherte zahlen auf sämtliche Privateinnahmen den vollen Beitragssatz. Von der gesetzlichen Rente zahlen sie den Arbeitnehmeranteil und erhalten den Arbeitgeberanteil von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet. Wer hohe Privateinnahmen hat und einen eher geringen gesetzlichen Rentenanspruch, muss in den gesetzlichen Krankenkassen einen hohen Beitrag zahlen. Für sie ist in der Regel eine private Krankenversicherung deutlich günstiger. Die private Krankenversicherung hat nämlich eigene Strategien, um die höheren Gesundheitskosten im Alter zu bestreiten. Die Höhe und die Art des Einkommens sind dafür unerheblich.
Jeder Beitragszahler spart mit seinen Beiträgen bis zum Rentenalter Rückstellungen an. Diese sollen im Alter die steigenden Gesundheitskosten auffangen. Rentner können außerdem ab dem 55. Lebensjahr in den günstigeren Basis-Tarif wechseln. Der sichert die medizinische Grundversorgung und kostet maximal so viel wie der höchste Tarif der gesetzlichen Krankenversicherung. Außerdem profitieren Rentner in der privaten Krankenversicherung von einer Altersentlastung, die der Gesetzgeber den Versicherern vorschreibt. Demnach müssen sie 10 Prozent des Beitrags fest verzinsen; dieser Anteil darf nur dazu dienen, die Beiträge im Alter gering zu halten.















