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Klassische Berufsunfähigkeitsversicherung

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Klassische Berufsunfähigkeitsversicherung



Eine Berufsunfähigkeitsversicherung bietet nur optimalen Schutz, wenn sie auf die individuellen Bedürfnisse des Versicherten abgestimmt ist. Was nützten schon Leistungsversprechen, die im Ernstfall nicht greifen. Ein Versicherungsvergleich hilft, die Policen mit den besten Leistungen zu finden. Doch, was sollte die Police überhaupt bieten?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert im Idealfall den Unterhalt des Versicherten bis zur Altersrente, falls er seinen Beruf gesundheitlich nicht mehr ausüben kann. Berufstätige sollten deshalb eine möglichst lange Laufzeit vereinbaren, am besten bis zum 67. Lebensjahr. Ansonsten droht im Leistungsfall eine Einkommenslücke unmittelbar vor Regelrente. Versicherungsnehmer mit Familie können ihren Schutz noch weiter ausbauen, indem sie die Police mit einer Risikolebensversicherung kombinieren – bei einigen Gesellschaften zahlen sie dann sogar niedrigere Prämien als mit einem Einzelvertrag.

Wie viel der Kunde für die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt, hängt von den persönlichen Risikofaktoren ab – anders gesagt: von der Wahrscheinlichkeit, dass der Versicherte tatsächlich seine Berufsfähigkeit verliert. Kranke oder ältere Kunden zahlen einen Risikozuschlag. Gleiches gilt für Kunden mit ungesunder Lebensführung, zum Beispiel Raucher. Auch Männer zahlen in der Regel eine höhere Prämie als Frauen, da sie häufiger von Berufsunfähigkeit betroffen sind.

Zwischen den Versicherungsunternehmen gibt es große Preisunterschiede, deshalb sollte der Verbraucher sich mehrere Angebote bei verschiedenen Gesellschaften und möglichst viele Berufsunfähigkeitsversicherungen vergleichen. Dabei ist eines zu beachten: Der Steller sollte die Anträge möglichst zeitgleich bei den Gesellschaften einreichen. Denn sobald ein Versicherer ihn als Kunden ablehnt, können das alle anderen Gesellschaften einsehen. Damit verschlechtert sich für den Kunden die Aussicht auf einen akzeptablen Vertrag, da die Versicherungen wegen der Ablehnung das Versicherungsrisiko höher einstufen.

Beim Vergleich gilt außerdem: Die Rentenhöhe sollte dem Nettoeinkommen entsprechen. Außerdem sollte der Antragsteller unbedingt die Klauseln der Berufsunfähigkeitsversicherung sorgfältig lesen. Dabei ist entscheidet, dass sie präzise formuliert sind und klare Sachverhalte schaffen. Der Versicherer muss genau festlegen, wann der Versicherte als berufsunfähig gilt und Anspruch auf Berufsunfähigkeitsrente hat. Der Versicherungsfall sollte am Zeitraum gebunden sein, für den der Arzt die Berufsunfähigkeit bis auf Weiteres prognostiziert. Dieser Prognosezeitraum sollte nicht über sechs Monate betragen – ist im Vertrag kein Zeitraum angegeben, beträgt dieser drei Jahre. Außerdem sollte der Versicherer bereits bei halber Berufsunfähigkeit volle Leistungen garantieren und auf das abstrakte Verweisungsrecht verzichten. Anderenfalls kann die Versicherung den Kunden auf eine andere Erwerbstätigkeit verweisen. Insoweit seine Einkommenseinbußen nicht mehr als 20 Prozent betragen. Also, ein sorgfältiger Versicherungsvergleich lohnt sich.